Programmdetails

Fotoprojekt MY STREEt IS MY CASTLE
an allen Tagen

(c) Martin Heesch

Menschen ohne festen Wohnsitz bekommen eine Einwegkamera und zeigen ihre Perspektive auf das Stadtbild, Impressionen aus ihrem Alltag, Lieblingsorte, Lieblingsmenschen, Lieblingsessen, sich selbst, Schönes und Hässliches und vieles mehr. Sie gehen den Fragen nach: „Zuhause – was ist das?“ oder „Was wünsch ich mir für die Zukunft?“ Die Fotografien werden beim Festival HINSCHAUEN #3 in einer Open-Air-Ausstellung präsentiert. „my street is my castle“ ist auch im Rahmen der Gedenkveranstaltung an Eugeniu Botnari am 17.09.2026 zu sehen. Darüber hinaus soll die Ausstellung auch an anderen Orten in Berlin gezeigt werden – neue Fotograf*innen können dann jederzeit hinzukommen.

Theaterperformance der MäntelGäng WÜRDE WÜRDE
Premiere Fr 28.08. um 19:30 – 2.Vorstellung So 30.08. um 18:30

(c) Martin Heesch

Der Artikel 1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland lautet: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Die Antastbarkeit der Menschenwürde wird unter die Lupe genommen. Auf Basis von Recherchen, Zeitungsberichten und vor allem persönlichen Erlebnissen und Improvisationen des Ensembles entsteht eine Theaterperformance.
Die Spieler*innen der kommen aus dem Umfeld des Vereins „UNTER DRUCK – Kultur von der Straße“ und Strassenfeger e.V. und haben Obdachlosigkeits- und/oder Armutserfahrung.

Es spielen: Beate Flister, Detlef Flister, Nicole Liebmann, Martina Lust
Regie: Martin Heesch
Wir widmen die Aufführungen von WÜRDE WÜRDE Jan Markowsky (21.08.1949 – 10.08.2026)

DAS TOTENERWECKUNGSSÜPPCHEN – Gemüsetheater für alle ab 4 Jahre
mit Andreu Andreu

So 30.08 um 16:00

(c) Stephan Noe

Ralf, der Karotte, ist etwas schreckliches passiert! Seine Freunde wurden geerntet und jetzt will man aus ihnen Suppe machen. Ralf muss sie retten! Aber wie? Und wo? Auf der Suche nach Torben dem Lauch, Rita der Petersilie und Jean-Pierre dem Sellerie trifft Ralf einen ängstlichen Stein, ein eingebildetes Fahrrad und Esmeralda, das kopflose Suppenhuhn. Und zusammen kochen sie ein ganz besonderes Süppchen.


CHOR DER STATISTIK
So 30.08. um 17:00

(c) Stella Flatten

Raumlaborberlin gründete mit der bedingungslosen Chorleiterin Bernadette La Hengst 2019 den Chor der Statistik im Haus der Statistik am Allesandersplatz.
Seitdem singen und schreiben sie zusammen utopisch-poetische Songs über die Zukunft der Stadt, die Klimakrise, feministische Hymnen oder fordern ein Europa der offenen Grenzen. Neben den Proben hat der Chor regelmäßige Auftritte: im Haus der Statistik, in Theatern, auf Demonstrationen oder bei performativen Spaziergängen.
2025 sang der Chor u.a. beim Pop-Kultur Festival in Berlin das Programm „Konkrete Utopien“. 2026 sang der Chor u.a. im Museum Belvedere 21 in Wien, bei der Mahnwache gegen Zwangsräumung am Roten Rathaus, beim Frauen*Streik Enough! am Brandenburger Tor, bei der Fête de la musique und in den Kohle-Nachfolge-Seenlandschaften der Lausitz.
Im Chor der Statistik gibt es keine Bedingungen außer der Lust am Singen und ein Teil dieser großen Gemeinschaft zu sein. Alle auch ohne Chorerfahrung sind willkommen.

FEST DER BERLINER STRASSENMUSIKER*INNEN


29.08. von 16:00 bis 22.00

(c) Sophie Naik

Berliner Straßenmusiker*innen bekommen eine Bühne und eine Gage. Musikalisch wird es keine Grenzen geben – das Spektrum umfasst Singer-Songwriting, Rock, Folk, Klassik, Rap, elektronische Musik, Punk, Weltmusik und vieles mehr. Auf dem Platz am Bahnhof Lichtenberg werden Musikerinnen auftreten, die das Team von HINSCHAUEN in den Straßen Berlins gefunden hat – an Bahnhöfen und an Straßenecken, auf Brücken, in Parks, auf Plätzen, in Zügen. HINSCHAUEN sucht den Sound der Berliner Straßen zusammenzubringen.

KLAPPSTUHLGESPRÄCHE
29.08. eingestreut ins Programm zwischen 15.00 und 22:00

(c) Martin Heesch

Bei den KLAPPSTUHLGESPRÄCHEN kommen Betroffene, Politiker*innen, Künstler*innen und Vertreter*innen von Initiativen zu Wort und geben Impulse für Gespräche und Austausch zum Thema.